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Donnerstag, Februar 26, 2009

Meinungen Testbericht Sizilien Naturpark lo Zingaro

Der Parco lo Zingaro nahe Trapani und nicht weit von Terrasini entfernt

Bei einer meiner Fahrradtouren auf Sizilien habe ich diesen schönen Naturpark in der Region um Trapani entdeckt. Er liegt an der nordwestlichen Spitze Siziliens, zwischen den Orten San Vito lo Capo und Scopello, etwa 100 Kilometer westlich von Palermo. Zwar ist das Radfahren in diesem Park leider nicht möglich, ich finde aber trotzdem, dass er für Naturfreunde unbedingt einen Besuch wert ist. Einfach Absteigen und die Landschaft mal nicht vom Sattel sondern beim gemütlichen Wandern auf dem Küstenweg bewundern!
Ein etwa acht Kilometer langer Küstenwanderweg verläuft in ständigen auf und ab zwischen 30 und 50 Meter über dem Meeresspiegel. Der Weg ist nicht besonders ansträngend und deswegen für Kinder auf jeden Fall begehbar. Das Tolle ist, dass man immer wieder an traumhaften kleinen Buchten mit Strand und glasklarem Wasser vorbeikommt. Ein kleiner Abstecher ab und an um sich im Wasser abzukühlen ist unbedingt zu empfehlen (auch wenn man dann den kurzen Umweg wieder zurück muss, und zwar Bergauf!).

Anfahrt:
Der Park hat zwei Eingänge, einen im Norden, in der Nähe von San Vito lo Capo und einen anderen weiter im Südosten, der von Scopello aus erreicht werden kann. Wir selbst sind mit dem Fahrrad von San Vito aus angekommen, deswegen kann ich keine Detailbeschreibung für die Anfahrt mit dem Auto geben. Ich weiß aber, dass man von San Vito aus der Landstraße 187 folgen muss, um zum Nordeingang des Parks zu kommen.
Vom Palermo fährt man die Autobahn 29 Richtung Trapani und wählt dann die Ausfahrt Castellamare del Golfo. Von hier geht es auf die Landstraße 187, die dann Richtung Scopello abbiegt. Ab dem Ort Guidaloca müsste der Naturpark auf den typischen braunen Schildern für Sehenswürdigkeiten ausgeschrieben sein.
Am Eingang wird ein Eintrittspreis verlangt. Ich weiß nicht mehr genau, wie viel; Aber es war auf jeden Fall sehr wenig, zwei oder drei Euro schätze ich. Für Kinder und Studenten gab es noch eine Ermäßigung.

Route:
Es gibt verschiedene Wanderwege an der Küste entlang und durch das bergigere Innere. Sie sind auf den Karten, die kostenlos an den Kassen erhältlich sind, abgezeichnet. Insgesamt kann man locker 5 bis 6 Stunden wandern gehen. Mein Tipp ist eine Rundwanderung vom Südeingang des Parks in den Norden und dann wieder zurück, die ich in meinem Reiseführer gelesen habe.
Vom Parkplatz am Südeingang der Riserva sind wir erst wieder ein Stück in
Richtung Scopello zurückgegangen und dann nach etwa 500 Metern rechts in eine
schmale Straße eingebogen. Diese Straße sind wir bis zu einem kleinen Haus gefolgt und dann links auf den deutlich erkennbaren Pfad abgebogen, der schräg den verkarsteten
Felshang hoch führte. Wir folgten dann einem Pfad nach rechts bis zu einer kleinen Hochfläche. Der Weg führt hier über den Sattel zwischen zwei Bergspitzen. Ein kurzer Abstecher auf den über 400 Meter hohen Gipfel des Pizzo del Corvo lohnt sich wegen der wunderschönen Aussicht dort oben. Man sieht das Meer, die Orte in der Umgebung und den kompletten Park. Wir folgten dem Weg nach Norden an verwilderten Mandel- und Olivenhainen vorbei und dann nach links die Serpentinen hinauf. Über einen Pass und eine flach geneigte Hochebene kamen wir zum Baglio Cosenza, dem mit 455 Metern höchsten Punkt der Wanderung. Die Landschaft hier wirkt rau. Danach ging es zu Grotta Mastro Peppe Siino. Wir folgten dann weiter den Weg in Richtung Grotta dell'Uzzo, die sich vor uns in der Felswand öffnete. Hier werden hochinteressante archäologische Funde ausgestellt. Menschliche Überreste, die auf 10000 Jahre zurückdatiert werden, sind hier entdeckt worden. Noch älter sind allerdings die Knochenfunde von alten Säugetieren, die damals in dieser Gegend gelebt haben: Löwen-, Elefanten- und Nashorn-Knochen! Unterhalb der Grotte gabelt sich der Weg.
Links erreicht man in wenigen Minuten die Cala dell'Uzzo, eine der herrlichen Badebuchten des Naturparks. Vorbei an der Grotta dell'Uzzo setzt sich der Wanderweg auf dem küstenparallelen Hauptweg fort, der zurück zum Parkeingang führt. Dieser Teil des Weges ist besonders sehenswert. Immer wieder kann man unterwegs zu einer der einsamen Buchten absteigen. Kurz vor dem Parkausgang kommt am Besucherzentrum und dem Naturkundemuseum vorbei. Hier zweigt auch ein Pfad ab, der links zu der Cala della Capreria hinabführt, einer ebenfalls wunderschönen Badebucht. Jetzt geht es nur noch durch einen Tunnel zurück auf den Parkplatz.

Meine Meinung:
Der Park ist echt ein tolles Ausflugsziel auch für Familien mit Kindern. Der Eintrittspreis ist wirklich sehr niedrig und für die Pflege des Parks absolut zahlbar. Die Landschaft wechselt zwischen kargen Kalksfelsen, den vielen Zwergpalmen (den einzigen ursprünglichen Palmen Europas), wilden Olivenbäumen, lila blühenden Rosmarinbüschen und vielem mehr. Der Blick aufs glasklare Meer ist unbezahlbar! Auch die Tierwelt scheint sich hier sehr wohl zu fühlen: Vor allem viele Vogelarten haben hier ihr zu Hause gefunden, aber auch Eidechsen und Fische sind leicht zu beobachten. Ich habe sogar eine kleine schwarze Schlange zu Gesicht bekommen (Gott sei Dank hat sie sich mehr erschreckt als ich und sofort Reißaus genommen…).

Unbedingt sehenswert für alle Naturliebhaber und Wanderfreunde!

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Freitag, Oktober 03, 2008

Alcantara Schlucht auf Sizilien nahe Taormina

Bizarre Formation aus (meist sechseckigen) Basaltkristallen von etwa einem halben bis einem Meter Durchmesser und mehreren Metern Länge am Nordfuß des Ätna, durch die sich der Fluß gefressen hat. Schmaler Steig am Flußufer. Al-Cantara ist arabisch und bedeutet «Brücke», weil früher eine Römerbrücke die Schlucht überspannte.

Die Gole dell’Alcantara sind Schluchten am Fluss Alcantara auf Sizilien. Sie sind bis zu 20 m tief und 4-5 m breit und haben sich über tausende Jahre in das Lavagestein des nahen Ätna gefressen.

Das Lavagestein ist auch eines der charakteristischsten Merkmale der Schluchten. Das Gestein der Wände besteht aus basaltischer Lava, die siliziumarm und reich an Eisen, Magnesium und Kalzium ist. Ein sich langsam erkaltender Lavastrom ermöglichte schließlich die prismischen, fünf- und sechseckigen Formen. Diese Gesteinsformationen bildeten zusammen mit der Erosion des Wassers über tausende Jahre die charakteristischen basaltischen Säulen der Schluchten.

Die Schluchten befinden sich an der Staatsstraße 185 zwischen Taormina/Giardini Naxos und Randazzo, kurz vor Francavilla di Sicilia. Quelle: wikipedia.org

Reise durch Sizilien


Tip:
Zur Hauptferienzeit und an Wochenenden kein reines Vergnügen: man trampelt sich dann gegenseitig auf den Füßen herum. Der offizielle Zugang zur Schlucht ist kostenpflichtig und über einen Aufzug geregelt - Halsabschneidertum in seiner reinsten Form! Aber wir wissen Abhilfe, und zwar in Gestalt eines verschwiegenen Schleichpfades auf der linken Seite, markiert durch die Gemeinde selbst, der 200 m hinter dem offiziellen Eingang seinen Anfang nimmt. Auf ihm schlüpfen wir problemlos zum Nulltarif und incognito in die Schlucht hinein. Badezeug nicht vergessen! Die am Zugang zur eindrucksvollen Schlucht ausgegebenen Stiefel kann man sich getrost schenken; sind die nämlich erst mal voll Wasser gelaufen, kommt man kaum noch vom Fleck und an ein Klettern über die rutschigen Felsen - die einzelnen Lavaschichten sind noch gut zu erkennen - ist nicht mehr zu denken. Da ziehen wir lieber gleich unser Badezeug an und schlüpfen in die hoffentlich mitgebrachten Plastiklatschen. Den Fotoapparat möglichst draußen lassen, ebenso alle anderen nässeempfindlichen Sachen (Ausweise, Geldbeutel). Oder aber selbige gut im Auge behalten, was gar nicht so einfach ist. Zu bestimmten Zeiten im Jahr sind nur wenige Meter in der Schlucht begehbar und das Wasser ist eiskalt.

Wer diesen natürlichen Graben im Basaltgestein von der anderen Seite aus erkunden möchte, kann einen erst kürzlich geschaffenen Zugang vom gegenüberliegenden Ufer des Flusses benutzen. Von Taormina aus den offiziellen Eingang zur Schlucht hinter sich lassen und in Richtung Francavilla drei bis vier Kilometer weiterfahren. Im Weiler Garra die Straße verlassen, den Fluß überqueren, hinter dem Lebensmittelgeschäft links abbiegen und dann zurück zum rechten Ufer des Flusses, wo eine schmale Straße bis zu einem ungepflasterten Parkplatz führt. Eine mächtige Eiche überragt ihn, und er ist von einem grünen Gitterzaun eingefaßt. Hier wurde eine Art Aussichtsterrasse gebaut, von der aus man einen Blick in die Tiefe und den strudelnden Fluß wagen kann.

Samstag, April 12, 2008

Riserva Naturale dello Zingaro

Das etwa 5,5 mal 2,5 Kilometer grosse Gebiet steigt von der Küste bis zum Gipfel des Monte Speziale auf immerhin 913 Meter Höhe an. Wie das Reservat von Vendicari wurde auch das Gebiet des Zingaro lange von Bauspekulation bedroht. Erst 1980 sorgte ein wahrer Volkaaufstand, initiiert von einer Reihe von Umweltgruppen, für die Ausweisung als Schutzgebiet. Der Zingaro wurde quasi zum Vorreiter der grossen sizilianische Naturparks, die alle erst nach ihm ausgerichtet wurden
Naturparks in Sizilien, Riserva Naturale dello Zingaro,eine urwüchsig,wildschöne felsige Berglandschaft mit guten Wandermöglichkeiten zwischen majestätisch aufragenden Kalkbergen und Badebuchten am türkisblauen Meer
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Dienstag, Dezember 05, 2006

Etna il Vulcano, Etna der Vulkan auf Sizilien

Seit 12 Tagen ist der Flughafen von Catania nur tagsüber geöffnet, das heißt solange die Sicht erlaubt den Flughafen anzufliegen, da der Etna, der heftige Ausbrüche verzeichnet, intensive Lavastaubwolken bis nach Catania weht.

Etna il Vulcano. 33 km von Catania entfernt liegt Europas größter Vulkan. Der Ätna (3369m) ist der Herrscher Siziliens, bei klarem Wetter ist er auch von Westsizilien aus zu sehen. Von seiner Innersizilien zugekehrten Seite zeigt er sich als kahler Riese, gelb verbrannt. Nur im Frühjahr wird er hellgrün vom frischen Gras: seine Schneekappe taut aber auch im Sommer nicht immer ab. Die Ausbrüche 2001 und 2002 gehörten zu den schwersten seit Jahrzehnten. Sie haben nicht nur die weit oben liegende Landschaft völlig verändert. Die Lava floss bis weit hinunter in dicht besiedelte Gebiete und kam erst wenige Kilometer vor Nicolosi, Pedara, Zafferana und Milo zum Stehen, zerstörte Häuser, Straßen, Wälder und Felder. Noch immer sind nicht alle Straßen wieder aufgebaut. Von der Erforschung auf eigene Faust sollte man absehen, denn bis heute sind oft und unvorhergesehene Erschütterungen und Ausbrüche und plötzlich aufkommender Nebel äußerst gefährlich. Außerdem sollte man bei einem Besuch der Gipfelregion unbedingt Winterkleidung und feste Schuhe dabei haben.Die Sizilianer nennen den Etna auch «Mongibello» (darin steckt das arabische «Djebel» - Berg) oder einfach nur «La Montagna» (der Berg). Seine Höhe ändert sich nach jedem Ausbruch. Der Ätna hat keinen geologischen Zusammenhang mit der restlichen Bergwelt Siziliens, er besteht aus rund 200 einzelnen Kratern und hat einen Umfang von 200 Kilometern. Ab 1600 Höhenmeter liegt von Dezember bis Mai Schnee, früher die Haupteinnahmequelle des Bischofs von Catania, denn der Schnee wurde nach ganz Süditalien und bis nach Malta exportiert. Den Ätna umgibt eine fruchtbare Gartenlandschaft, die im Süden in die Ebene von Catania übergeht. Weitere größeren Ausbrüche waren 1971,1983, 1985 und 1995. Bis 1800 Meter führt die Teerstraße, mit Seilbahn und Geländebussen geht es weiter bis auf etwa 3300 Meter. Besonders eindrucksvoll ist der Sonnenaufgang auf dem Gipfel.
der Aetna
Ulla und Gino Reisefuehrer
wenn Sie Sizilien als Urlaubsinsel interessiert

Sonntag, November 05, 2006

Naturpark lo Zingaro am Golf von Castellammare


ein Blick auf den Naturpark Lo Zingaro von Castellammare del Golfo aus
weitere Bilder aus Castellammare del Golfo in meiner Webseite:
Ferienwohnungen in Sizilien
viel Spaß beim blättern wünscht Ulla